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Geschrieben von Sabine Folkers - FIRST REISEBÜRO Bergedorf   
Sie wird oft als die Insel des „ewigen Frühlings“ oder die „Blumeninsel“ bezeichnet und da wird auch was dran sein, habe ich immer gedacht.
 
Als ich jedoch dieses Jahr im März, mit OLIMAR, die „grüne Perle des Atlantiks“ selber kennen lernen durfte, war ich überrascht, wie üppig die Vegetation tatsächlich ist. Wie die Blumen z.B. die Couleurs und Strelitzien hier wie Unkraut überall blühen, hätte ich nie gedacht.

Für wen ist Madeira die geeignete Urlaubsinsel?
 
Durch die ursprüngliche Natur, die massiven Berge und die klare Atlantikluft ist Madeira vor allem für Natur- und Sportliebhaber das optimale Ziel. Besonders Wander- und Trekkingtouren kann man in der abwechslungsreichen und teilweise spektakulären Landschaft hervorragend unternehmen.
   
Aber auch wer einmal Urlaub abseits vom Massentourismus, in kleinen, familiären Hotels oder alten Herrenhäusern machen möchte, ist hier genau richtig.
 
Als Kontrast dann die lebendige Stadt Funchal, mit den farbenfrohen Märkten und der Hafenpromenade laden zum Bummeln und Shoppen ein.
 
Madeira ist jedoch keine Badeinsel, wer seinen Urlaub überwiegend am und im Meer verbringt, der würde hier enttäuscht werden. Es gibt nur sehr wenige Strände, welche künstlich angelegt wurden um den Gästen auch die Möglichkeit zu geben im Meer zu schwimmen. Für einen reinen Erholungs- und Badeurlaub gibt es jedoch bessere Möglichkeiten. Eine sehr gute Alternative bieten jedoch die Meerwasserschwimmbäder, die optimal in die Küstenkulisse eingearbeitet wurden, ein Besuch hier ist sehr preiswert!
Erfreulich ist zu sehen, wie immer mehr Familien Madeira besuchen, um gerade hier den Kindern die Natur zu erklären. Das Familienangebot wurde daher erweitert.
 
 
Wie ist das Klima auf Madeira und warum wächst hier diese einzigartige Blütenpracht?
Der ewige Frühling ist möglich durch das milde Klima, wobei mild nicht immer sonnig heißen muss. Gerade der Wechsel, besonders von November bis April, zwischen Tagen mit hoher Luftfeuchtigkeit und klarem Sonnenschein geben der Natur das, was sie zum gedeihen braucht.
 
Dazu kommt noch der mineralhaltige Boden, die Insel besteht aus Vulkanstein. Auch, dass Madeira keinen allzu großen Temperaturschwankungen unterliegt, im Sommer wird es nicht zu heiß und der Winter ist mild, wirkt sich positiv aus.
In der Zeit von Februar bis Juni ist die Vielfalt der Natur am größten, dennoch blüht in den anderen Monaten immer wieder etwas von neuem auf, es scheint fast so, als hätten die Blumen vergessen welche Jahreszeit herrscht.
Das subtropische Klima lässt Wein auf den Hängen ebenso gedeihen wie Bananen und andere exotische Früchte.
Das alles macht Madeira zu einem ganzjährigen Reiseziel.
 
Wie ist die Geschichte Madeiras?
- Um Christi Geburt ist die Insel bei Seefahrern bereits bekannt, über eine Urbevölkerung weiß man jedoch nichts.
- Unter der Bezeichnung „Holzinsel“ erscheint Madeira 1351 erstmals auf einer Seekarte.
- Portugiesische Seefahrer landen 1418 auf Madeira und nehmen die Insel für Portugal in Besitz.
- 1497 wird Funchal alleinige Inselhauptstadt.
- Portugal und Madeira geraten unter spanische Herrschaft.
- Portugal und England legen 1703 ihre Handelsbeziehungen fest, wobei England zahlreiche Privilegien erhält.
- Viele, auf Madeira stationierte englische, Soldaten bleiben ab 1807 für immer auf der Insel.
- Das Luxushotel „Reid’s Palace“ eröffnet 1891.
- 1964 wird der Flughafen auf Madeira eingeweiht, dessen Ausbauten im Jahr 2000 abgeschlossen wurden.
- Durch die Nelkenrevolution in Portugal endet die 50-jährige Salazal- Diktatur, danach   verstärken sich 1975 die Touristenströme.
- 1986 tritt Portugal mit Madeira der EU bei
- 2004 wird der Inselpräsident Alberto Joao Jardim zum achten Mal wieder gewählt. Zahlreiche neue Straßen, Tunnels, Strandanlagen sowie Seilbahnverbindungen machen das Leben auf Madeira nun komfortabler.
Fisch oder Fleisch?
 
Was wäre ein schöner Urlaub ohne leckeres und landestypisches Essen? Auf Madeira muss der Gast zum Glück auf nichts verzichten!
Es wird sehr viel hochwertige Gastronomie angeboten, wobei die Köstlichkeiten wie z.B. Jakobsmuscheln sehr attraktiv auf dem Teller angerichtet werden.
 
Rustikale Leckerbissen bilden jedoch das Nationalgericht der Insel, dabei handelt es sich um Rindfleischspieße. Dieses traditionelle Gericht wird auch heute noch spektakulär serviert.
 
Besonders lecker ist der nur auf Madeira vorkommende Fisch „Espada“. Da ich als „Hamburger-Fischliebhaberin“ diesen natürlich probieren musste, kann ich nun glücklicherweise sagen, wer Fisch mag wird ihn lieben, wirklich schmackhaft.
Doch Achtung: bitte erst probieren und hinterher schauen, wie der Fisch unfiletiert aussieht… Es handelt sich um einen pech-schwarzen Degenfisch – nicht sonderlich hübsch.
 
 
Was darf man auf Madeira nicht verpassen?
 
Korbschlittenfahren!
Heutzutage ist es eine Gaudi für die Touristen, man steigt mit 2-3 Personen in einen handgefertigten Schlitten, dessen Kufen geschmiert wurden. Dann leiten Einheimische den Korb auf einer abenteuerlich abschüssigen Straße, sicher den Weg hinunter.
Dieser Spaß hat einen historischen Hintergrund. Früher brachten Bauern, aus höher gelegenen Regionen, auf diese Weise, ihre Waren ins Tal und zu den Märkten.
 
Wandern entlang einer Levada!
Das ist nicht nur sportlich und traditionell, sonder macht richtig Spaß.
Levadas bilden auf Madeira lange schon ein kluges Bewässerungssystem. Kilometerlang kann man nun dem rauschenden oder plätscherndem „kleinen Bach“ auf seinem Weg folgen und wird automatisch zu den schönsten Blumen und Pflanzen geführt und erhält tolle Ausblicke.
Es gibt viele verschiedene Touren unterschiedlichster Schwierigkeitsgrade.
 
 
Eine Bootsfahrt!
Madeira von der Wasserseite zu sehen ist ein tolles Erlebnis, es werden viele Touren vom Hafen Funchals angeboten. Wenn man ein wenig Glück hat sieht man auch Delphine, Seehunde oder Wale!
 
Marktbummel in Funchal!
Hier ist dann was los, alles leuchtet in bunten Farben, es duftet nach Früchten und Blumen, handgemachte Souvenirs und Andenken kann man zu fairen Preisen erwerben. Das Beste ist jedoch, dass sich hier Touristen und Einheimische „begegnen“!   
 
 
 
Wo kann man schön wohnen?
 
Mein top-Tipp, Hotel Atrio:
Dieses kleine, familiär geführte Hotel mitten in der Natur, ist zu meinem persönlichen „Madeira-Traum“ geworden.
Jedes Zimmer ist sehr komfortabel, rustikal und mit eigener Note eingerichtet.
Der Hotelier kümmert sich hier persönlich um alle Gäste! In der Hotelküche wird noch sehr viel selbst hergestellt und alles ganz frisch zubereitet.
In der Umgebung, im Garten und am Pool kann man sich herrlich erholen, alles was man hören kann, sind fröhlich singende Vögel.
 
Quinta das Vistas:
Wer es luxuriös mag, wird sich hier wohlfühlen. Dieses 5* Haus bietet zudem einen atemberaubenden Blick auf Funchal.
Gastronomie, Service, Ausstattung und Wellnessbereich können anspruchsvollen Gästen gerecht werden. Und zudem schafft es dieses Hotel noch, eine herzliche Gastfreundschaft auszustrahlen,- klasse!
 
Reid’s Palace:        
Eine Klasse für sich, kann man zu diesem einmaligen Luxus Hotel nur sagen.
Es ist ein Hotel der ersten Stunde auf Madeira, welches seine Gäste zuerst noch über den Seeweg willkommen hieß.
Mit viel Charme, Teetime am Nachmittag, Dresscode am Abend und einem großen Ballsaal kann der Gast im Reis`s Palace die britische Kolonialzeit erleben.   
 
 
     
 
  
 Choupana Hills:
Diese Erholungs-Oase hoch oben in den Bergen Madeiras bietet seinen Gästen Luxus und ausgiebige Wellnessmöglichkeiten.
Das Haus ist komplett im Asiatischen Stil eingerichtet.
Gut gefallen haben mir hier die Ruhe, der hervorragende aber zurückhaltende Service und die Lage des Hauses. Die klare Bergluft lässt Alltagsstress schnell vergessen.
 
 
 
 
Mein persönliches Fazit:
Madeira hat mich in vielen Punkten überrascht.
Die Blumenpracht, die Natur und die schönen Städte haben mir sehr gut gefallen.
Madeira hat viele Gesichter und kann damit vielen Gästen einen sehr Schönen Urlaub bescheren.
Meine Empfehlung: unbedingt einen Mietwagen buchen und die Insel ganz individuell entdecken, - viel Spaß!
 
 
 
 
 
 
 
 
 
22.04.07 Sabine Folkers
 
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